Rx 7 kaufen/umbauen

  • Rx 7 kaufen/umbauen

    Hallo user,

    ich hätte die möglichkeit einen RX 7 bj.1993 für wenig geld zu kaufen..
    mein kollege hat sich den wagen vor einem jahr in england gekauft und eine zeit mit den englischen kennzeichen gefahren...der wagen hat noch keine deutsche zulassung er müsste also umgebaut werden nun meine frage weiss einer was da alles umgebaut werden muss?
    oder wo man so etwas machen lassen kann und was es ungefähr kosten würde..

    würde aber gerne mal eure meinung zu dem fahrzeug haben...
    ihm ist letztens einer reingefahren vorne die stoßstange muss ersetzt werden der linke kotflügel könnte gerettet werden....laut gutachten keine tragendenteile beschädigt....
    die abdeckkappe vom linken scheinwerfer fehlt...
    er hat 122000km gelaufen und ein km/h tache hat er schon
    hab mir den wagen gestern mal von unten angesehen es ist bis auf flugrost nix zu sehen...wie bei den engländern üblich ist die elektrick sehr ungewönlich verlegt(es wurden im motorraum masse leitungen gezogen...wo für 8o)

    ja ich würde mich sehr freuen wenn mir jemand etwas erzählen könnte über so ein fahrzeug...lerne zwar kfz aber solche autos hat mich jeden tag in den händen....dewegen frag ich lieber mal nach....
    wenn es irgendwelche fragen noch geben sollte damit ihr mir helfen könnt stehe ich natürlich zu verfügung

    mfg Marius
  • Also RX7 und günstig kaufen schliesst sich schonmal aus. Es gibt viele runtergerittene und verbastelte. Fahre zwar selbst keine Rx7 aber nen RX8. Mangelnde Kompression oder kranker Turbo und man ist schnell bei ein paar tausend Euro. Solltest du den Besitzer privat kennen siehts vielleicht anders aus. Es ist eine Sache nen Rx zu kaufen, eine andere ihn zu unterhalten.
    Vielleicht meldet sich ja einer der Rx7 Fahrer mit genaueren Infos worauf man achten sollte.

    bis dann
    sentinel
  • ja ich kenn den besitzer schon seit 8 jahren...ja bei dem unterhalt bin ich noch am schauen was ersatzteile versicherung usw. kosten
    sleber schrauben kann ich habe alle möglichkeiten...mache gerade ne kfz lehre hab mich mal im inet über wankel motoren eingelesen müsste mich dann mal mehr mit dem thema beschäftigen.
  • BÄH...hatte mich schon so gefreut :eyes:
    problem ist auch irgendwie finde ich nur seiten mit teilen uns den USA und ich weiss nicht in wie weit da noch steuern zoll oder ähnliches zu kommen...12l super find ich akzeptabel für die technik...fahre im mom nen A3 1.8 der zieht sich auch einiges rein bei der geringen leistung...
  • 12l hast du aber wenn du das Ding von Ampel zu Ampel rollst ;) .
    Zoll ist ganz einfach . Da zahlst du 19%mwst + ca.5% für Autoteile . Im groben heisst das für dich also +25% auf den Kaufpreis .
    Denk dran das du kaum gebrauchtteile bekommst beim FD und wenn dann meist nur aus dem Ausland und der Rest halt wirklich extrem teuer ist . Allein 1 satz Zündkerzen kostet schon rund 50euro .
    Dann ist noch die Frage was du fürn Arbeitsweg hast und ob du da das Auto nutzt?
    Kurze Strecken sind schnell tödlich für dein Motor und nicht zu vergessen sind viele turbos schon beim Verkauf im Sack beim FD .

    mfg miCha
  • nen RX 7 günstig kaufen geht nicht. dann ist der mit ziemlicher sicherheit Kernschrott (ausnahmen gibts sicher)
    hier mal ein Textauszug aus einem RX Forum
    der trifft es so ziemlich genau was mann beachten sollte und mich bisher davon abhielt einen Wankel zu holen und das wo ich sogern nen Cosmo in der Garage hätte ;(


    (musste drei mal splitten. pdf datein mag das forum nicht anhängen)
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    Ein Hallo an alle FD-Interessenten
    Ich versuche mal, ein völlig nüchtern-rationelles Bild über ein Auto abzugeben, für dessen Beschreibung Worte manchmal nicht ausreichen, zumal ich absolut verblendeter Fanatiker bin und selbst einen davon habe.
    Wo anfangen? Hmmm ... ich glaube, ich werde es mal mit Stichworten versuchen:
    Auto:
    Na ja, was soll man dazu sagen? Es ist einfach wunderschön. Die glatten, fliessenden Formen schmeicheln dem Auge und sind trotzdem aus rationellen Gründen auf dem Zeichenbrett derMazda-Ingenieure entstanden. Mal musste ein Auto her, das nicht nach Porsche 924/944-
    Verschnitt aussah (wie der Vorgänger FC; wurde zu Beginn 80er Jahre absichtlich so gewählt,weil man sich in Amerika mit dem Sprichwort "Sieht aus wie Porsche, fährt wie Porsche -und ist 30% günstiger" etablieren wollte), sondern sehr eigenständig war. Zum anderen mussten die neusten aerodynamischen Erkenntnisse umgesetzt und zudem
    Karrosserieüberhänge und Gewicht reduziert werden.
    So gesehen sind die einzigen "modischen" Stilelemente am FD die in Rauchglas gehüllten Heckleuchten inkl. Band und vielleicht noch die Chromringe um die Uhren herum. Der Rest in und am Auto hat rein rationelle Funktionen.
    Nehmen wir z.B. die Windschutzscheibe; an dieser hat Mazda 9kg(!) eingespart, alles des Gewichts wegen und auch die originalen 5-speichigen Alufelgen inkl. Reifen wiegen gerade um die 7,5 kg; auch hier alles optimiert. Die Summe dieser Sparübungen ergibt ein
    Kampfgewicht von 1.290 kg leer.
    Nun füge man eine 50:50 Gewichtsverteilung und 239
    Doppelturbo-PS hinzu (in der Schweiz 241 PS) und fertig ist ein Auto, das
    Kurvengeschwindigkeiten im Bereich eines Ferrari 512 TR, oder Beschleunigungszeiten eines zeitgenössischen 911 Turbo erreicht.
    Das Fahrwerk besteht fast komplett aus Alu und wurde aus dem Gruppe C-Rennsport, in dem Mazda 1991 den Le Mans-Titel holte, abgeleitet. Die Bremsen von Sumitomo beinhalten
    Bremssättel mit Doppelkolben und ergeben eine Bremsanlage, die den AMS-Tester im Jahre 1992 die beste je gemessene Verzögerung eines Serienfahrzeugs ( in m/s aus 100km/h auf Null, kalt ) messen liess.
    Ein Torsen-Differential sorgt für hemmungslosen Vortrieb undnatürlich ABS für sorgenfreies Bremsen.
    Das Cockpit gleicht demjenigen eines Kampfbombers; schön eng ist auch schön. Und warm wird es, weil die gewaltige Auspuffanlage den Mitteltunnel bildet.
    Das Interieur ist in den Europa-Versionen immer in schwarzem Leder gehalten (Sitze),
    während auch im Innenraum Gewichtsübungen durchgeführt wurden; jedes Kunststoffteil wurde auf Gewicht optimiert, was nicht immer gut war, siehe unten
    bei Nachteile. Die Ausstattung ist komplett, jedoch nicht luxuriös (aus Gewichtsgründen).
    Platz hat es für 2 Personen und eine Louis-Vuitton Golfertasche (aber nur quer)
    Bei der Probefahrt kann es sein, dass es aus dem Front- und/oder Heckbereich knistert und
    knarzt (so wie es sich nicht für ein ex-87.000,-- Mark Auto gehörte...). Keine Bange; kann
    alles eingestellt, bzw. geschmiert werden.
    Leute mit Bandscheibenproblemen werden einen FD nicht kaufen wollen.
    Das Fzg. hat damals sage und schreibe 87.000,-- DM gekostet; und die war nur eine Handvoll
    Verrückter auf der ganzen Welt bereit für einen Mazda auszugeben, d.h. ein Auto zu kaufen,
    das ein Brot-Butter Image eines zuverlässigen, langweiligen Handwerkerkombis ausstrahlt.
    Wenn man doch schon viel wohlklingendere Produkte zu dem Preis bekam. Und so sind sie
    seltener als ein Thomas Gottschalk in einem "Katjes" Fernsehspot. In Deutschland soll es
    noch an die ca. 150 Stück geben. Auf der anderen Seite waren Autos mit demselben
    Leistungspotential, aber weniger exotischer Technik, gut doppelt so teuer, was vom
    Preis/Leistungsverhältnis her halt wieder dem Handwerkerkombi entspricht.
    Fahren:
    Das Auto fährt sich wie auf Schienen, gute Reifen vorausgesetzt, denn sonst sind Ausflüge in
    den Wald vorprogrammiert (die bei den meisten Gebraucht-FDs mangelhaft vertuscht
    werden). Der FD erreicht sehr hohe Kurvengeschwindigkeiten, die ein Normalverbraucher
    nicht auszuprobieren braucht (weil ihm dann nämlich die Blase ausläuft).
    Der Anzug, durch den Twinturbo sichergestellt, ist jederzeit vehement, und trotzdem sanft
    und gleichmässig. Das Auto liegt bis kurz nach 250 wie ein Brett, darüber hinaus beginnt es
    unruhig zu werden. Ab ca. 3.100 R/pm folgt der zweite "Kick", und dann gehts ab ... .
    Wankelmotor/Twinturbo/sonst. Mechanik:
    Der schon angesprochene 13B-REW-Motor entstammt in seiner Grundform dem ersten RX-7.
    Ich glaube sogar schon aus früheren RX-Baureihen und erreicht im FD seinen
    leistungsmässigen Zenith. Der "Renesis"-Motor des RX-8 ist, so glaube ich, nicht mehr
    verwandt.
    Mazda hat mit dem FD im Jahr 1992 ein Fahrzeug vorgestellt, dass im Bereich Turbolader
    über solch exklusive Technik verfügt, dass sie erst im Porsche 959 von 1986 einmal in einem
    Serienfahrzeug umgesetzt wurde. Die Rede ist vom sequentiellen Doppelturbolader. Dieser
    unterscheidet sich von seinen anderen Twinturbo-Kollegen darin, dass eine der zwei Turbinen
    immer mitläuft. Dies, um das unsägliche Turboloch, welches auch der Vorgänger FC hatte, zu
    stopfen. Und sequentiell darum, weil ab ca. 3.100 R/pm der zweite Lader mit genug
    Abgasdruck versorgt wird, um einzukicken, und zwar zusätzlich zur immer mitlaufenden
    Turbine. Also nichts Serielles (hintereinander, aber nicht gleichzeitig), und auch nichts
    Paralleles (beide laufen immer zusammen). Dies macht sich durch einen ganz sanften Ruck
    bemerkbar. Hochexlusive Technik also, was auch die Ersatzteilpreise erklärt.
    Das Twinturbosystem besteht aus über 200(!) Unterdruckschläuchen, welche schon mal
    kaputtgehen (natürlich nicht alle auf einmal) und für Leistungsverlust sorgen.
    Leider ist der Motor im FD durch dieses komplexe Turbosystem und den damit
    einhergehenden spezifischen Eigenschaften, wie Hitzeentwicklung, sehr empfindlich. Zum
    Thema "Hitze" werfe man mal ein Auge in den Motorraum. Der ist proppevoll und somit
    haben wir sogleich die Wurzel des Übels entdeckt, es wird sehr heiss und es bleibt auch lange
    so (auch nach einer halben Stunde stehenlassen). Durch permanenten Wärmeinfluss werden
    viele Teile am Motor in Mitleidenschaft gezogen und, ausserdem saugt der FD dann auch nur
    warme bis sehr warme Luft an, was der Leistung nicht bekommt. Man tut also gut daran, den
    Motor besser atmen zu lassen und Hitze abzuführen.
    Das Hitzeproblem wird im FD sogar so gravierend, dass die Kunststoffnähte von Teilen am
    Kühlsystem aufplatzen können und so schlagartiger Kühlwasserverlust eintritt - und das während der Fahrt. Das bedeutet Motorschaden.
    Auch der Vorkat trägt zur enormen Hitzeentwicklung bei, indem er sich nur unnötig verstopft; durch den so entstehenden Abgas-Staudruck (d.h. Hitze) gelangt alles zurück an den Twinturbo, der so nachhaltig zerstört wird. Abgesehen davon hat dieser sozusagen Null Einfluss auf die Abgasmesswerte (wegen AU).
    Das Kühlsystem an sich ist heikel und bereitet oftmals Verdruss. Die wankelspezifischen
    Abdichtungen zw. Brennräumen und den Kühlwasserkanälen sind empfindlich und zersetzen
    sich gerne. Dies ist offenbar auf einen Materialfehler zurückzuführen und lässt die
    Dichtungen heikel auf Zusätze im Kühlwasser reagieren.
    In der Anfangsphase der Zersetzung bemerkt man Startschwierigkeiten, weil bereits ein
    bestimmter Teil des Kühlwassers in die Brennräume eindringt. Und natürlich am Kühlwasserverlust. Wenn dieser ohne erkennbaren Grund weitergeht (d.h. ohne Pfütze unter dem Auto), und die Startschwierigkeiten anhalten, bzw. sich verschlimmern, so ist das ein
    sicheres Zeichen eines kurz bevorstehenden Motorschadens.

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  • Für den Gebraucht-FD-Kauf heisst das: Finger weg, wenn das Auto nicht sofort anspringt. 10-
    15 Sekunden Anlasserbetätigung ist zuviel. Es gibt eine einzige Ausnahme: Wenn der Motor
    "abgesoffen" ist, was auch ab und an vorkommt. Siehe dazu unter "Tipps" auf der HP.
    Ein leckendes Kühlsystem bzw. schadhafte Dichtungen können auch durch folgendes Prozedere identifiziert werden:
    1. Auto schön warmfahren (Wie? Siehe unten...)
    2. Danach ca. 20 Minuten scharfe Fahrt mit abwechselnd hohen Drehzahlen (Autobahn)
    3. Fzg. anhalten, Turbo auskühlen lassen (Wie? Siehe unten...), erst dann Motor abstellen,
    Motorhaube auf.
    4. Deckel beim Kühlmittelexpansionsgefäss ab und Kontrolle, ob Bläschen im Kühlwasser
    aufsteigen. Falls ja, dann dringen bereits Abgase in den Kühlwasserkreislauf ein.
    Was kann man tun? Das beste Mittel zur Vorbeugung ist ein regelmässiger Wechsel des
    Kühlwassers, wobei man auf die Zusätze achten soll. Den Wechsel empfehle ich 1x jährlich,
    ungeachtet der offiziellen Inspektionstermine.
    Wenn man schon mal diesen Zyklus durchgemacht hat, kann man auch gerade einen
    einfachen Kompressions-Check durchführen; dazu sollte das Fzg. eine halbe Stunde stehen.
    Wenn man den FD danach wieder anlässt, muss der Motor sofort anspringen; sekundenlange Anlasserbetätigung darf nicht sein. Wenn dies der Fall ist, so ist die Wahrscheinlichkeit gross,
    dass auf einer der beiden Läufer (bzw. Wankelscheiben) eine der Dichtleisten kurz vor dem
    Zerbröseln ist (Motorschaden).
    Ach ja, da fällt mir noch was zum Benzinfilter ein; ein sehr wichtiges Element, dessen Wechsel auch von Werkstätten und auch im Rahmen einer "normalen" Inspektion häufig
    "vergessen" wird. Beim FD kommt ihm eine tragende Rolle zu, muss doch der Kraftstoff:
    A) beim Wankelmotor noch sauberer sein als beim Otto und
    B) ist der Filter unterdimensioniert; dieser ist baugleich zu dem vom MX-5.
    Allerdings fliesst hier die doppelte Menge Benzin durch, was einen häufigeren Wechsel nötig
    macht und von Mazda im Rahmen der regelmässigen Inspektionstermine nicht berücksichtigt wurde.
    So wie ich es mittlerweile dargestellt habe, ist der FD-Motor empfindlich. Daher kommt dem
    behutsamen Einfahren eine bedeutende Rolle zu und sollte unter Einhaltung der folgenden
    Regeln geschehen:
    - In kalten Zustand mit eingelegtem 1. Gang anlassern oder vorher kurz das Gaspedal
    durchdrücken (so wird das nach dem Anspringen kurzzeitige Hochdrehen auf ca. 3.200 R/pm
    vermieden (das diente ursprünglich zur schnelleren Erwärmung des Vorkats). In Wirklichkeit
    ist das Hochschnellen der Drehzahl Gift für den kalten Wankel und erhöht nur den
    Verschleiss der bewegten Teile, weil alles kalt ist und zudem noch nicht genug Öldruck
    aufgebaut werden kann).
    - Einmal angelassen, den Motor warmwerden lassen (wenn man ihn noch kalt wieder abstellt,
    kann es sein, dass er absäuft und man ihn so schnell nicht wieder anbringt). D.h. den FD nach
    der Herausfahrt aus der Garage laufen lassen und nicht
    abstellen, wenn man das Tor schliessen geht.
    - Während ca. 10km mit abwechselnden Drehzahlen, aber bis max. 3.000 R/pm warmfahren.
    Dabei die Gänge häufig wechseln, damit auch das Getriebeöl warm wird.
    Danach freie Fahrt. Diese Regeln stellen ungetrübte Freude an dieser Fahrmaschine sicher.
    Da der FD ein Turbofahrzeug ist, gelten für ihn nach scharfer Fahrt dieselben Regeln wie für
    alle anderen zwangsbeatmeten Fahrzeuge:
    - Motor nicht sofort abstellen, sondern während 1 Minute bis 1 Min. 30 im Leerlauf laufen
    lassen, damit die Turbinendrehzahl sinkt und dabei die Ölschmierung sichergestellt ist.
    Danach kann man "gefahrenlos" abstellen.
    Jetzt kommt noch das berühmte Ölthema. Zur Frage, ob man mineralisches oder synthetisches
    Öl verwenden soll, sind ganze Bibeln (mehrere!) geschrieben worden.
    Ich versuch mich mal mit der Empfehlung, rein mineralisches Öl zu verwenden. Das wird von
    Mazda so vorgeschrieben und ich hatte mit meinen RX-7 (FC 150PS, FC 181PS und heute
    noch ein 91er FC Turbo II Cabrio 200PS) noch nie Probleme. Ausserdem ist es, wie wir
    wissen, viel günstiger. Einzig beachtenswerter Punkt ist vielleicht, dass es mindestens den SJStandard
    erfüllt und kat- wie auch turbogetestet ist.
    Getriebe: Gut auf das Ansprechen der Gänge achten; viele Synchronringe (vor allem 3. Gang)
    sind gerne verschlissen, durch forsches Schalten. Falls es ein Ami-Automat werden soll (was
    ich aber nicht denke!), dann unbedingt auf weiches, ruckfreies Schalten achten; häufig kommt
    es vor, dass der Automat (der ohne grosse Modifikationen aus dem alten 3.0l MPV stammt) mit dem angebotenen Drehmoment nicht klarkommt. Gilt eigentlich auch fürs Schaltgetriebe (Basis aus dem Lieferwagen E 2200).
    Man sieht, ohne Aufmerksamkeit im Umgang mit diesem Auto geht es schlicht nicht. Es will wie ein Baby gepflegt werden. Immer und viel.
    Dafür kriegt man am Ende aller Bemühungen einen Fahrspass geboten, der den Namen verdient.
    Denn Freude am Fahren hat man sowieso und den Vorsprung durch Technik.
    Anschaffung:
    Ein FD ist teuer, sauteuer sogar, wenn man bedenkt, dass auch für 10-jährige Exemplare
    selten ein Kaufpreis unter EUR 15.000 verlangt wird, eher noch im Bereich von EUR 16.000
    bis EUR 20.000. Realistisch sind für 92er um die EUR 13-15.000, je nach Km (meistens
    etwas unter 100000), doch solche Angebote sind eher rar und wollen durch jahrelanges
    Suchen gefunden werden.
    Die Farbe Rot ist am häufigsten, gefolgt vom Montegoblau, welches je nach Blickwinkel zw.
    Grün und Blau pendelt (ich liebe diese Farbe!). Eher selten ist schwarz, und einen silbernen
    zu kriegen ist noch mal etwas anderes. In der Schweiz ist meiner vermutlich der einzigste.
    Andere Farben hat es in Europa nicht gegeben. Wenn ein FD-Kenner sein Auto unter
    Berücksichtigung der Farbe verkauft kann das gut und gerne nochmals EUR 20.00 ausmachen
    und die Leute sind sogar teilweise bereit es zu bezahlen. Verrückt ... .
    FDs sind rar, vor allem in gut gepflegtem Zustand mit lückenlosem Serviceheft. Und wenn sie
    gut gepflegt sind, sind es meistens noch Unfallfahrzeuge. Kurz: Es ist extrem schwierig, ein
    vernünftiges Exemplar zu finden. Das ich meinen FD in
    der sensationellen Zeit von 2 Monaten und nach sensationell wenigen vorher angeschauten
    Fzg. (3) gefunden habe, mag an meinem Glück liegen, das ich sonst normalerweise nicht
    habe. Auf der anderen Seite hatte ich Ferien und nur noch den FD im Kopf. Wer kann diese
    Zeit sonst noch für den Fahrzeugkauf aufwenden?
    Einen FD würde ich nur mit einem Sachverständigen, der sich mit diesen komplexen
    Fahrzeug auskennt, kaufen. Zu gross ist die Gefahr, selbst auf die Nase zu fallen.
    Womit wir beim nächsten Punkt angelangt sind:
    Unterhalt:
    Der FD ist im Grunde genommen ein zuverlässiges Auto, so wie es Mazda’s immer gewesen
    sind. Wenn aber mal eine umfangreichere Überholung nötig wird (und das wird sie ab und zu
    noch, bei deutschen Fahrzeugen; siehe auch Nachteile), dann muss man ein gut gefülltes
    Portemonnaie haben. Beispiele:
    - Tankdeckel (ungespritzt): 200 EUR
    - Turboladersystem (neu): 3.000-4.000 EUR
    - Motor ganz und neu: 5.000-6.000 EUR, ohne Einbau
    Die Teile sind deshalb so teuer, weil man sie meistens aus Japan kommen lassen muss und sie
    nur in Kleinstserie hergestellt werden, aufgrund des geringen Verbreitungsgrades. Und
    Gebrauchtteile ... da muss man für 2.000-3.000 EUR einen kompletten Teileträger erwerben.
    Sind sozusagen inexistent.
    Wenn der FD überwiegend in der Garage steht, relativiert sich das ganze. Wenn er nämlich
    als Alltagsauto genutzt wird (und so war er auch gedacht!), kommen noch die enormen
    Benzinkosten hinzu. Ein Verbrauch von 14-15 Litern auf 100 Km im Mix ist nicht selten und
    unbeschränkte deutsche Autobahnen provozieren auch schon mal 20 L durch die
    Einspritzung. Allerdings habe ich auch schon 10.9 L geschafft (Schweizer Autobahnen).
  • Der FD fordert von seinem Eigner viel Aufmerksamkeit; Wasser und Öl kontrolliert man am besten bei jeder Tankfüllung oder 2-3 mal monatlich, weil der 13B-REW, wie der Motor mazdaintern genannt wird, extrem empfindlich auf jeglichen Flüssigkeitsverlust reagiert. Die
    Messlatte liegt tiefer als bei Autos mit Ottomotoren. Am einfachsten lässt sich dies so
    ausdrücken: Wenn die Warnleuchte für zu niedrigen Kühlwasserstand aufleuchtet, kann es
    schon zu spät sein und ein Motorschaden ist die Folge. Nicht selten habe ich von FDs gehört,
    die wegen einer solche Lapalie neue Motoren bekommen haben. Es ist also kein Golf, in den
    man einsteigt und einfach fährt ... leider oder eben glücklicherweise nicht.
    Was muss ich beachten?
    Wenn man sich alles genauestens durch den Kopf hat gehen lassen (d.h. Finanzen jetzt und in
    Zukunft) und man immer noch der Ansicht bist, es muss einfach sein, dann ......... ja dann hat
    man es an denselben Punkt gebracht wie ich; das Auto muss her! Und trotzdem, so schwierig
    es auch sein mag: Die Emotionen müssen beim Kauf zu Hause bleiben!
    Um eines vorweg zu nehmen; auf fast alle FD-Besitzer trifft folgendes Bild zu:
    1. Keine Ahnung vom Wankelmotor (ist ihnen schlicht egal, schnell muss es aussehen und
    auch sein)
    2. Absolute Überzeugung, immer alles für das Auto getan zu haben ("Ja, ich hatte das Auto
    immer in der Mazda-Werkstatt")
    3. Hatten entweder selber einen Unfall mit dem Auto und haben es hergerichtet oder haben
    das Auto bereits als hergerichtetes Unfallfahrzeug gekauft
    Diese Punkte fügen sich alle nahtlos ins Bild, das ich schon oben unter "Anschaffung"
    abzugeben versucht habe. Im Einzelnen sieht das Ganze so aus:
    - Man inspiziert den FD mit einem Spezialisten
    - Man spricht den Verkäufer auf den speziellen Motor an und trifft auf 1.
    - Man findet hier was, da was, vielleicht sogar auf 3.
    - Man konfrontiert den Besitzer damit
    - Dieser reagiert unhöflich bis extrem beleidigt, weil 2. auf sie zutrifft und kanzeln Dich mit
    der Bemerkung ab: "Sie müssen es ja nicht kaufen, habe auch andere Interessenten". Leider
    hat er mit dieser Aussage immer recht.
    Zu 2. muss man folgendes sagen: Viele FD-Besitzer geben ihr Auto in der Tat in eine Mazda-
    Werkstatt; an dem fehlts auch gar nicht. Aber der Streitpunkt sind die Werkstätten selbst.
    Diese haben nämlich vielfach Null Ahnung vom FD, geschweige
    denn erkennen sie einen solchen als zu ihrer Marke zugehöriges Vehikel. Wenn dann ein
    Kunde damit aufkreuzt, wäre es nur zu ehrlich, wenn der Meister zugeben müsste, dass er
    einfach keine Ahnung über das Auto hat und so empfängt man den Kunden freundlich, bietet
    ihm eine Tasse Kaffee an und, kaum ist der Meister unterwegs zurück in die Werkstatt, flucht
    er in sich hinein ..... so macht man halt oft "etwas" am Auto, gibt es freundlich lächelnd dem
    FD-Kunden zurück. Das ist die
    ganze Geschichte.
    Fairerweise muss man betonen, dass aufgrund des sehr geringen Verbreitungsgrads keine
    Werkstatt jemals richtig Erfahrungen mit dem Auto sammeln konnte. Was aber nicht heisst,
    dass man zu Kunden unehrlich ist und einen vielleicht einwandfreien FD so verbastelt, dass er
    nachher nicht mehr läuft.
    Wer jetzt immer noch einen FD im Kopf hat, ist gleich beknackt wie ich, dafür zielstrebig und
    wird vermutlich mit einigem Zeitaufwand ein gutes Exemplar kriegen.
    Zu beachten gilt, dass der FD nur in den Jahrgängen 92/93/94 und 95 in Europa und Amerika
    eingeführt wurden. Ab 1996 nur noch Japan und Ozeanien, ab 1999 nur noch Japan. Die
    häufigsten sind denn auch aus 1992 und 93. Die 94er und, falls es überhaupt gibt, 95er findet
    man eher in Einstellhallen von Planen abgedeckt. Doch dann gibt sie der Besitzer nur über
    seine Leiche her und wenn, dann liegt der Preis für das Auto noch deutlich über EUR 20.000.
    Mit dem Jahrgang gilt es extrem vorsichtig zu sein. Viele Besitzer geben nur die
    Erstzulassung an, doch aufgepasst, ich habe schon scheinbare 95er gesehen, an deren
    Fahrgestellnummer man den 1992 Jahrgang herauslesen konnte - Pech, wenn man das nicht
    weiss.
    Grob gilt: Die letzten sechs Ziffern der Nummer (im Motorraum hinten in der Mitte
    eingeschlagen), z.B. 100029 geben Importkontinent (1 Europa/2 Nordamerika) und
    aufsteigende Serien-Nr. (29stes Exemplar in Europa) an. Das ist dann meiner.) Auch kann
    man an bestimmten Buchstaben, die in der ganzen Anreihung vorhanden sind das Baujahr
    herauslesen. Die Buchstabenfolge kann man einem FD-Werkstatthandbuch entnehmen, und
    sicher gibt es im Internet Seiten, die das erklären.
    Aufgepasst auch bei den Km-Ständen; FD-Besitzer geben gerne den Km-Stand nach Einbau
    des ATM an.
    Ferner gibt es viele FDs, welche nicht mehr dem Originalzustand entsprechen. Am
    beliebtesten sind zwei bis drei Zoll grössere Felgen. Mit 18 Zoll schleifst Du bereits im
    Radkasten rum. Und: Non-Standard Bereifung/Felgen kann zu ausgeschlagenen
    Gummibuchsen hinten führen. Ausserdem stimmt die Fahrwerksabstimmung nicht mehr.
    Aufgepasst auch bei USA-Importfahrzeugen. Viele Motorenanbauteile entsprechen nicht der
    europäischen Version und die Vorgeschichte ist noch schwieriger zu ergründen. Diese erkennt
    man an den letzten sechs Ziffern der Fahrgestellnummer, die mit 200... beginnt. Ansonsten,
    was ich auch schon gemacht habe, um die (amerikanische) Vorgeschichte eines FD zu
    erhellen, war eine Anfrage bei Carfax ( carfax.com ), die fast für sämtliche Ami-
    Fahrzeuge, die auch dort zugelassen sind und waren über eine History verfügen.
    Da Carfax nur inländische (d.h. USA) Anfragen (gegen Bezahlung) bearbeitet, hat man als
    Ausländer die Möglichkeit, den sogenannten "Courtesy Report" zu verlangen. Diesen
    erstellen sie kostenlos, um die offenbar wenigen ausländischen Anfragen auch bearbeiten zu
    können. Im Fall eines silbernen Ami-FDs mit Automatikgetriebe konnte ich so feststellen,
    dass das Auto mal einen Unfall hatte.
    Zu verbastelt = Finger weg. Tuning, wenn sie nicht auf Hitzeabführung und/oder bessere
    Beatmung aus ist, ist Gift für den FD. Oder reissen einem ein gewaltiges Loch in die Kasse,
    weil man dann das ganze Auto ordentlich aufarbeiten muss (dann kann man freilich 500-600
    PS rausholen).
    Wenn der FD der Wahl rot ist und noch den ersten Lack hat, empfiehlt sich eine genaue
    Inspektion der Lackoberflächen. Mazda hatte zu Beginn der 90er Jahre Probleme mit dem
    ferrarirot. Dieses blich bei erster sich bietender Gelegenheit aus. Man achte auf heute noch
    rumfahrende 121 oder 323 aus dieser Zeit.
    Wo kriege ich einen FD am schnellsten her?
    Vernünftige Quellen sind:
    - mobile.de
    - autoboerse.de
    - mazda-gebrauchtwagen.de (zwecks Preisübersicht...)
    und natürlich rx-7.de
    Vorteile:
    - Hochexklusives Fahrzeug, dem man seine max. 10 Jahre nicht ansieht und welches alle
    Köpfe verdreht
    - Hochexklusiver Wankelmotor. Als Vertreter der RX-7 Baureihe ist der FD der einzige
    Serien-PKW weltweit, der ihn hat (neben dem RX-
    - Hochexklusive Turbotechnik
    - Sport pur, wie ein reinrassiger Sportwagen halt sein muss
    - Airbag (x2 ab Jg. 1994) und ABS gehören immer dazu
    - Klima und Schiebedach ist auch immer drin
    Nachteile:
    - Eine bestimmte mechanische Anfälligkeit kann nicht abgestritten werden (was aber nichts
    mit dem Wankel, sondern mit den Turbos zu tun hat.)
    - Deutsche FD’s haben vielfach bereits ATM drin. Die unbeschränkten deutschen BAB
    fordern den Wankel ständig und verbrät sie...
    - Benzinverbrauch
    - Ruckeln im Schiebebetrieb (wankelspezifisches Problem)
    - Jederzeit heisser Innenraum, auch mit Klima
    - Golfschlägersackraum statt Kofferraum
    - Unterhaltskosten exorbitant (wenn "Daily Driver")
    - Nur wenige Spezialisten kennen den FD aus dem Eff-Eff und wagen sich dran
    - Ersatzteile teuer und lange Warte- bzw. Lieferzeiten
    - Kunststoffteile im Innenraum sind nicht allzu vertrauenserweckend; brechen manchmal ab
    oder die mattschwarze Lackierung löst sich (eigentlich nur Jg. 92)
    - Getriebesynchronisation anfällig, weil die Gänge gerne reingeworfen wurden
    - Wenn die Farbe ‘rot’ gewählt wird und das Auto noch den ersten Lack hat, kann es schon
    ausgebleichte Stellen geben
    Wenn jetzt die Nachteile überwiegen, so sei angemerkt, dass ich wirklich nüchtern versucht
    habe, einem Ahnungslosen ein Bild über den FD zu geben. Für mich als Angefressenen fallen
    diese nicht so wirklich in Betracht...; )


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  • wenn du ihn wirklch günstig kriegst und die Karosse in gutem Zustand is trotz dem Schaden und der Motor lüppt. Warum nit. Wenns nit mehr geht verkloppste ihn halt weiter.

    musst dir halt im klaren sein dat ding Säuft 17+ und bei volllast 30 wie tom schon sagte. Und halt immer schön Öl nachkippen ;)